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Förderung Wärmepumpe 2026 – was sich jetzt für Eigentümerinnen und Eigentümer ändert

Außeneinheit einer modernen Luft-Wasser-Wärmepumpe an einem Einfamilienhaus, relevant für die Förderung Wärmepumpe 2026

Die Förderung Wärmepumpe bleibt auch 2026 eines der zentralen Instrumente der deutschen Energiepolitik. Trotz politischer Diskussionen rund um das sogenannte Heizungsgesetz laufen die staatlichen Zuschüsse für den Umstieg auf klimafreundliche Heiztechnik weiter. Für viele Haushalte ist die Förderung entscheidend, da die Investitionskosten für Wärmepumpen nach wie vor deutlich über denen klassischer fossiler Heizsysteme liegen.

Gleichzeitig hat sich der Förderrahmen zum Jahreswechsel verändert. Während die grundsätzlichen Fördersätze bestehen bleiben, wurden die technischen Anforderungen präzisiert. Besonders relevant ist 2026 das Thema Lautstärke von Wärmepumpen, da nicht mehr alle bislang gängigen Modelle die Förderkriterien erfüllen. Wer eine Wärmepumpe plant, sollte sich deshalb frühzeitig mit den Details der Wärmepumpen-Förderung 2026 befassen, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.

Welche Förderung für Wärmepumpen gibt es 2026?

Die staatliche Förderung Wärmepumpe 2026 ist Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude und wird weiterhin als Zuschuss gewährt. Zuständig für die Förderung ist die KfW, während die technische Prüfung der Geräte über das BAFA erfolgt.

Förderfähig ist ausschließlich der Einbau von Wärmepumpen in bestehenden Wohngebäuden. Neubauten sind von der Zuschussförderung ausgeschlossen, da sie bereits anderen Effizienzanforderungen unterliegen. Die maximale Förderquote kann auch 2026 weiterhin bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten betragen.

Außeneinheit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe neben einem modernen Wohnhaus im Bestand, relevant für die Förderung Wärmepumpe 2026

Auch 2026 sind Luft-Wasser-Wärmepumpen förderfähig, sofern sie die verschärften Anforderungen an Effizienz und Lautstärke erfüllen.

Überblick über die Förderbausteine 2026

  • Grundförderung: 30 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Geschwindigkeitsbonus: 20 Prozent bei frühem Austausch alter Heizungen (gültig bis 2028)
  • Einkommensbonus: 30 Prozent für Haushalte mit maximal 40.000 Euro Jahreseinkommen
  • Effizienzbonus: 5 Prozent bei Nutzung natürlicher Kältemittel oder bestimmter Wärmequellen

Die einzelnen Förderbestandteile sind kombinierbar, allerdings ist die Gesamtsumme auf 70 Prozent gedeckelt. Damit bleibt die Förderung Wärmepumpe auch 2026 eines der attraktivsten Förderprogramme für private Haushalte.

Neue Lautstärke-Regeln: Warum manche Wärmepumpen 2026 keine Förderung mehr erhalten

Eine der wichtigsten Neuerungen der Wärmepumpen-Förderung 2026 betrifft die zulässige Geräuschentwicklung. Bereits in den vergangenen Jahren mussten förderfähige Geräte unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Seit 1. Januar 2026 gelten jedoch deutlich strengere Vorgaben.

Für Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Außengerät gilt nun, dass die Geräuschemissionen mindestens 10 Dezibel unterhalb der gesetzlich festgelegten Grenzwerte liegen müssen. Diese Verschärfung hat zur Folge, dass ältere oder besonders leistungsstarke Geräte aus der Förderung herausfallen können.

Neue Grenzwerte für förderfähige Wärmepumpen 2026

Leistung der Wärmepumpe Gesetzlicher Grenzwert Förderfähig ab 2026
unter 6 kW 65 dB unter 55 dB
6–12 kW 70 dB unter 60 dB
12–30 kW 78 dB unter 68 dB
30–70 kW 88 dB unter 78 dB

Diese Regelung soll den Lärmschutz in dicht besiedelten Wohngebieten verbessern. Gleichzeitig zwingt sie Hersteller dazu, leisere und effizientere Geräte zu entwickeln. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das, dass ein genauer Blick in die BAFA-Liste der förderfähigen Wärmepumpen unverzichtbar ist.

„Die verschärften Lautstärke-Anforderungen 2026 sind kein Förder-Detail, sondern ein zentrales Entscheidungskriterium beim Gerätekauf.“
Sandra, Redaktion home-insider.de

Natürliche Kältemittel gewinnen 2026 weiter an Bedeutung

Ein weiterer Schwerpunkt der Förderung Wärmepumpe 2026 liegt auf dem Einsatz klimafreundlicher Kältemittel. Schon heute honoriert der Staat Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln mit einem zusätzlichen Bonus von fünf Prozent. Ab 2028 soll diese Technologie sogar Voraussetzung für eine Förderung werden.

Zu den als natürlich anerkannten Kältemitteln zählen unter anderem Propan (R290), Ammoniak (R717) und Kohlendioxid (R744). Sie weisen ein deutlich geringeres Treibhauspotenzial auf als viele synthetische Alternativen und gelten langfristig als zukunftssicher.

Für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer lohnt es sich daher bereits 2026, auf entsprechende Geräte zu setzen. Wer heute eine Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel installiert, profitiert nicht nur von höheren Fördermitteln, sondern reduziert auch das Risiko späterer Nachrüstpflichten.

Technische Voraussetzungen für die Wärmepumpen-Förderung 2026

Neben dem eigentlichen Gerät sind auch Anforderungen an das gesamte Heizsystem zu erfüllen. Eine korrekte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist verpflichtend, um eine Über- oder Unterdimensionierung zu vermeiden. Zusätzlich muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, der die gleichmäßige Wärmeverteilung im Gebäude sicherstellt.

Ebenfalls vorgeschrieben ist die messtechnische Erfassung von Stromverbrauch und erzeugter Wärmemenge. Die Wärmepumpe muss über eine Effizienzanzeige verfügen und netzdienlich betrieben werden können. Diese technischen Vorgaben sollen sicherstellen, dass die Förderung Wärmepumpe tatsächlich zu messbaren Energieeinsparungen führt.

„Eine fachgerechte Planung ist 2026 wichtiger denn je, da Förderfähigkeit und Effizienz enger miteinander verknüpft sind.“
Sandra, Redaktion home-insider.de

Förderung Wärmepumpe 2026 richtig beantragen

Der Antrag auf Zuschuss muss vor Vertragsabschluss gestellt werden. Zuständig ist das Onlineportal „Meine KfW“. Voraussetzung ist eine sogenannte Bestätigung zum Antrag, die entweder vom ausführenden Fachbetrieb oder von einer eingetragenen Energieeffizienz-Expertin ausgestellt wird.

Nach der Förderzusage kann die Wärmepumpe beauftragt und installiert werden. Ergänzend zur Zuschussförderung stehen auch zinsvergünstigte Ergänzungskredite zur Verfügung, die insbesondere bei hohen Investitionskosten eine sinnvolle Option darstellen.

Häufige Fragen zur Förderung Wärmepumpe 2026

Wie lange gibt es die Förderung für Wärmepumpen noch?
Die Heizungsförderung (KfW-Zuschuss 458) ist auch 2026 verfügbar. Wie lange sie insgesamt läuft, hängt aber von verfügbaren Haushaltsmitteln ab – ein Rechtsanspruch besteht nicht. Der Klimageschwindigkeitsbonus ist in der aktuellen Ausgestaltung bei Antragstellung bis Ende 2028 in voller Höhe vorgesehen und sinkt danach schrittweise.
Wie viel Förderung bekomme ich 2026 für eine Wärmepumpe?
Für Wärmepumpen sind grundsätzlich 30 % Grundförderung möglich. Je nach Situation kommen Boni dazu (z. B. Effizienzbonus, Klimageschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus) – insgesamt ist der Zuschuss auf maximal 70 % der förderfähigen Kosten gedeckelt.
Werden auch Klimaanlagen mit Heizfunktion gefördert?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen: Wenn Eure „Klimaanlage“ technisch als Luft-Luft-Wärmepumpe (z. B. Multisplit) gilt und die Förderanforderungen erfüllt, kann sie förderfähig sein. Wichtig sind dabei die technischen Mindestanforderungen – ab 01.01.2026 gelten für Luftwärmepumpen außerdem strengere Vorgaben beim Schallschutz.
Gilt die Förderung auch für Neubauten?
Nein. Die Wärmepumpen-Förderung (KfW 458) richtet sich an bestehende Wohngebäude. Der Bauantrag bzw. die Bauanzeige muss zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegen.


Die Förderung Wärmepumpe 2026 zeigt deutlich, wohin die Reise geht: Weg von bloßer Technikförderung, hin zu klar definierten Qualitätskriterien. Leise Geräte, hohe Effizienz und klimafreundliche Kältemittel sind keine Kür mehr, sondern werden schrittweise zur Voraussetzung. Wer sich frühzeitig mit den neuen Anforderungen auseinandersetzt, kann Fördermittel gezielt nutzen und spätere Einschränkungen vermeiden. Damit wird 2026 zu einem entscheidenden Jahr für alle, die ihre Heiztechnik langfristig zukunftssicher aufstellen wollen.

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